Was der Lebenszeit-Rechner macht
Der Lebenszeit-Rechner beantwortet eine einzige Frage: Wie viele Stunden deines Lebens kostet dich dieser Kauf? Du gibst deinen monatlichen Nettolohn ein, deine Arbeitsstunden pro Monat und – optional – deine Fixkosten. Daraus entsteht dein persönlicher Stundenlohn. Jeden Preis, den du danach eingibst, rechnet hourli in Arbeitsstunden und Arbeitstage um.
Der Effekt ist unmittelbar. 1.200 € für ein Smartphone ist eine abstrakte Zahl. „Dafür arbeitest du 14 volle Arbeitstage" ist es nicht. Genau diese Übersetzung ist der Punkt: Geld ist austauschbar, Lebenszeit nicht.
Netto-Stundenlohn und echter Stundenlohn
hourli zeigt dir zwei Werte, und der Unterschied zwischen ihnen ist der eigentliche Erkenntnisgewinn.
1. Der Netto-Stundenlohn
Das ist die einfache Rechnung: Nettolohn geteilt durch Arbeitsstunden pro Monat.
Netto-Stundenlohn = Nettolohn pro Monat ÷ Arbeitsstunden pro Monat
Bei 2.500 € netto und 173,33 Stunden im Monat sind das 14,42 € pro Stunde. Der Wert 173,33 ist der deutsche Standard für eine 40-Stunden-Woche: 40 Stunden × 52 Wochen ÷ 12 Monate. Bei einer 35-Stunden-Woche sind es 151,67 Stunden, bei 30 Stunden 130,0 Stunden pro Monat.
2. Der echte Stundenlohn nach Fixkosten
Ein Teil deines Einkommens ist bereits vergeben, bevor du ihn ausgeben kannst: Miete, Strom, Versicherungen, Abos, Mobilfunk. Dieses Geld steht für Konsumentscheidungen nicht zur Verfügung. Was übrig bleibt, ist deine freie Kaufkraft.
Echter Stundenlohn = (Nettolohn − Fixkosten) ÷ Arbeitsstunden pro Monat
Bei 2.500 € netto, 1.200 € Fixkosten und 173,33 Stunden bleiben 1.300 € frei — ein echter Stundenlohn von 7,50 € statt 14,42 €. Ein Kauf über 300 € kostet dich damit nicht 21 Arbeitsstunden, sondern 40. Das ist fast eine volle Arbeitswoche, und diese Zahl ist die ehrlichere.
Wie hoch deine Fixkosten ausfallen, hängt stark vom Wohnort ab — vor allem an der Miete. Der Gehalts-Atlas vergleicht deutsche Städte danach, wie viel von deinem Gehalt nach Miete und Lebenshaltungskosten wirklich übrig bleibt. So siehst du, wo dein echter Stundenlohn am höchsten ist.
Warum Preise in Arbeitszeit anders wirken
In Euro gerechnet vergleichst du einen Kauf mit deinem Kontostand. In Stunden gerechnet vergleichst du ihn mit deiner Zeit — und Zeit lässt sich nicht nachverdienen. Diese Umrechnung macht drei Dinge sichtbar:
- Kleine wiederkehrende Ausgaben summieren sich. Ein Abo für 12,99 € im Monat sind bei 7,50 € echtem Stundenlohn rund 21 Arbeitsstunden pro Jahr — mehr als zwei volle Arbeitstage für einen einzigen Dienst.
- Fixkosten wirken stärker als Konsum. Wer die Miete um 100 € senkt, gewinnt jeden Monat rund 13 Arbeitsstunden freie Kaufkraft zurück. Kein einzelner Konsumverzicht kommt an diesen Hebel heran.
- Gehaltserhöhungen relativieren sich. Wenn Nettolohn und Fixkosten gleichzeitig steigen, bleibt der echte Stundenlohn konstant — obwohl das Bruttogehalt gewachsen ist.
So benutzt du den Rechner
- Nettolohn eintragen. Den Wert findest du auf deiner Lohnabrechnung als „Auszahlungsbetrag". Wenn du nur dein Brutto kennst, rechnet ihn der Brutto-Netto-Rechner für dich aus und überträgt das Ergebnis mit einem Klick hierher.
- Arbeitsstunden pro Monat setzen. Standard ist 173,33 (40-Stunden-Woche). Wenn du Überstunden machst, trag sie ein — sie senken deinen echten Stundenlohn.
- Fixkosten aufschlüsseln. Über „Fixkosten aufschlüsseln" kannst du Miete, Strom, Versicherungen und Abos einzeln eintragen statt eine Summe zu schätzen. Das Ergebnis wird dadurch deutlich belastbarer.
- Produkte hinzufügen. Aus dem Katalog oder manuell. hourli zeigt Stunden und Arbeitstage für die gesamte Liste.
- Entscheiden. „Nicht kaufen" schreibt den Betrag deiner Spar-Statistik gut. Über die Zeit siehst du, wie viel Lebenszeit du zurückgewonnen hast.
Häufige Fragen
Welchen Wert soll ich bei „Stunden / Monat" eintragen?
Trag die Stunden ein, die du tatsächlich arbeitest, nicht die vertraglich vereinbarten. Wer regelmäßig zehn Überstunden im Monat leistet, hat einen um rund 6 % niedrigeren Stundenlohn als der Vertrag suggeriert. Für unbezahlte Überstunden gilt das erst recht.
Gehören Lebensmittel zu den Fixkosten?
Das ist deine Entscheidung. Streng genommen sind Fixkosten nur die Beträge, die unabhängig von deinem Verhalten anfallen — Miete, Versicherungen, Abos. Wenn du Lebensmittel mitrechnest, wird dein echter Stundenlohn kleiner und der Rechner strenger. Beide Varianten sind sinnvoll, du solltest nur bei einer bleiben.
Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?
Deine Eingaben werden ausschließlich lokal im localStorage deines Browsers gespeichert. Es gibt kein Nutzerkonto und keine Übertragung an einen Server. Über „Daten sichern" im Fußbereich kannst du alles als JSON-Datei exportieren und auf einem anderen Gerät wieder einlesen. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Ist hourli kostenlos?
Ja, alle vier Werkzeuge sind vollständig kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Die Seite finanziert sich über Affiliate-Links im Produktkatalog.
Die anderen Werkzeuge
- Brutto-Netto-Rechner 2026 — Nettolohn nach Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer, Minijob, Midijob, GKV und PKV.
- Lohnsteuertabelle 2026 — wie viel Lohnsteuer bei welchem Bruttogehalt und welcher Steuerklasse anfällt.
- Gehalts-Atlas — was dein Gehalt in verschiedenen deutschen Städten nach Lebenshaltungskosten wirklich wert ist.
- Spar-Ziele — Wunschlisten und Sparziele in Arbeitszeit statt in Euro planen.